A brief history of the Hutsteiner family

work in progress – German only – Google translation below

Aktueller Stand der Forschung

Die erste urkundliche Erwähnung des Weilers Hutstein erfolgte 1509 als ein Tameln (wohl Thomas) am Huestain Steuern an die Herrschaft Rannariedl bezahlt. Dieser Huestain wurde im Laufe der Zeit zum Weiler Hutstein, mit einem Hof zugehörig zur Herrschaft Rannariedl und einem weiteren Hof zur Herrschaft Falkenstein gehörig. 

Die Abstammung des überwiegenden Teils der Familie Hutsteiner läßt sich nun auf Einwohner dieses Weilers, der früher teilweise zur Pfarrei Wegscheid in Niederbayern und teilweise wohl auch zur Pfarrei Pfarrkirchen im Mühlviertel gehörte und heute kurz hinter der Grenze in Oberösterreich liegt, zurückführen.

Interessanterweise hatte der Weiler Hutstein zwei Lehen, deren ersteres ab 1509 der Herrschaft Ranariedl, das zweite der Herrschaft Falkenstein unterstand, welches ab 1537 beurkundet ist. Beide Lehen waren gleich gross, aber eine Teilung des ersten Lehens ist wohl nicht erfolgt, da beide  verschiedenen Herrschaften untertan waren. Man kann dadurch vermuten, dass zwei verschieden Familien auf diesen beiden Lehen sassen, deren beider Nachkommen später den Nachnamen Hutsteiner erhielten, aber möglicherweise kein direktes verwandtschaftliches Verhältnis bestand.

Die erste urkundliche Erfassung des Familiennamens Hutsteiner erfolgte dann 1543 als Lienhard Huetstainer die Erlaubnis zur Errichtung einer Mühle am Osterbach bei Messnerschlag  erhält, die nächste dann 1581 in einem Steuerdokument von Rannariedl mit Steffan Hutsteiner.

Wirklich etabliert hat sich der Familienname Hutsteiner allerdings wohl erst Anfang des 17ten Jahrhunderts. Zuvor erscheint er eben nur sehr selten in den vorhanden Dokumenten, obwohl schon viele weitere  Familienamen entstanden waren, so dass wir davon ausgehen müssen, dass ein Glücksfall der Geschichte den Namen die Zeiten überstehen hat lassen.

Eine weitere wichtige Erwähnung des Familienamens erfolgt am 01.09.1644 als Ferdinand Herberstain, Priester Soc. Jesu u. Rektor des kais. Colleg zu Linz, Grundherr der Hft. Ottensheim, dem Andreas Huetstainer, Burger u. Zechprobst zu Pfarrkirchen, als Lehenträger des Gotteshauses daselbst  versch. Zehente in Pfarrkircher- u. Sarleinsbecker Pfarr als Lehen verleiht, beurkundet sie doch schon einen gewissen gesellschaftlichen Aufstieg eines Hutsteiners. 

Einen solchen Auftieg erleben besonders die Nachkommen des Michael Hutsteiner.

Ab 1638 taucht in den Gerichtsakten des Amtes  Wiesenburg in Sachsen und ab 1641 in den evangelischen Pfarrbüchern von Kirchberg bei Zwickau in Sachsen, ein Michael Huetstainer auf, der sicherlich dort, in Hartmannsdorf bei Kirchberg, zugezogen war, da keine weiteren Einträge in den Gerichtsbüchern über irgenwelche Hutsteiner in dieser Gegend vor 1638 niedergeschrieben wurden.

Sieht man sich die Geschichte dieses Dorfes Hartmannsdorf genauer an, fällt auf, dass um 1633 es aufgrund der Pest fast ausgestorben war. Ganze 8 Familien – wird berichtet – hatten überlebt. In diesen Zeitraum fallen nun auch Vertreibungen von Protestanten aus den habsburgischen Landen, die vom Kurfürsten in Sachsen aufgenommen und um das Erzgebirge angesiedelt wurden.  Eine direkte Verbindung hier herzustellen ist bisher leider nicht möglich, zumal auch die Kirchenbücher von Kirchberg unter Verschluß sind.

Aber eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, da Michael Hutsteiner in Sachsen gelegentlich als “Huet” bzw auch als “Huettenstainer” genannt wird, welches der ursprüngliche Name des Hutsteiner in den Urbaren der Herrschaften Rannariedl und Falkenstein war und ethymologisch eine Abstammung aus dem bayerischen Sprachraum anzeigt. Er wird auch als Huettenstainer bezeichnet, welches ganz konkret auf den Namen des Weilers Huettenstain (Hutstein) im Urbar Rannariedls von 1607 verweisen mag. Zudem waren in Oberösterreich (z.B. in Freistadt) in den Jahrzehnten vor der Vertreibung protestantische Priester aus Sachsen quasi als evangelische Missionare tätig. 

Betrachtet man die vorliegenden Gerichtsdokumente aus Wiesenburg so fällt auf, dass Michael Hutsteiner, ein Schuhmacher, um 1640 mehrfach Käufe tätig, welches schon auf einen gewissen Wohlstand schließen läßt. Dieses wiederum passt auch zu den Ausfertigungen aus Freistadt, wo anscheinend  viele besser situierte Einwohner zuerst das Land verlassen haben.

Der Urenkel des in Sachsen eingewanderten Michael Hutsteiner – ebenfalls Michael – kommt nun um 1734 auf noch unbekannten Pfaden nach Dillenburg, Hessen-Nassau. Da er wohl enge Beziehungen zum Militär und Hof hat, wird er sicherlich vom Churfürsten in Sachsen nach Hessen als Unterstützung geschickt worden sein. Sachsen war zu der Zeit stark in Hessen-NAssau tätig, da die Churfürstin von dort stammte und der Churfürst Ansprüche in angrenzenden Grafschaften (Berg, Kleve..) erhob.

Zur etwa gleichen Zeit ist sein Onkel Christian mit der sächsischen Armee in Warschau stationiert und schafft dort die Beförderung zum sächsichen Reisehofkassier. Ab 1763, als Sachsen die Königswürde in Polen aufgibt, kehrt er zurück und gründet eine Familie aus der ein bekannter Artillerie-Oberst, Christian Heinrich Huthsteiner, hervorgeht, der zuerst für und dann gegen Napoleon kämpft. 

Zurück zu Michael Hutsteiner in Dillenburg: er wird der Ahnherr der meisten noch heute bekannten protestantischen Huthsteiner – seit damals oft mit ‘th’ geschrieben –  in Hessen-Nassau und angrenzenden Gebieten und fast aller heute in den USA lebenden Huthsteiner Familien.

Es ist wichtig noch weitere Hutstein-Familien aufzuführen, deren Abstammung bis jetzt noch nicht geklärt ist: dazu gehört ab 1713 eine Familie des Johann Adam Hutstein, dessen Nachfahren später offensichtlich zum katholischen Glauben konvertieren und Nachkommen in der Region um Bad Schwalbach hatte und oft Hirten waren. Vermutlich ist er ein Abkömmling des Carl Hutsteiner aus Budweis, Sohn des Vitus Hutsteiner, der um 1670 in Martinsthal, Rheingau, auftaucht. All die folgenden Familien erscheinen in der näheren Umgebung nördlich von Marthinsthal, wodurch ein Zufall fast auszuschliessen ist. Ein konkreter Nachkommenbeweis liegt aber noch nicht vor.  

Zudem  gab es mindestens eine Familie um 1634 in Geldern, in der Nachbarschaft zu den Niederlanden, in denen ebenfalls Hutstein-Familien zu finden sind. Es ist allerdings zu vermuten, dass diese Familien genauso wie die jüdischen Familien dieses Namens unabhägig von unserer Familie entstanden sind.

Die weitere Foschung wird vielleicht noch zeigen, ob irgendwelche Zusammenhänge zu der Großfamilie aus dem oberösterreichischen Mühlviertel bestehen.

Current state of research

The hamlet of Hutstein was first mentioned in a document in 1509 when a Tameln (probably Thomas) paid taxes to the Rannariedl lordship on Huestain. In the course of time, this Huestain became the hamlet of Hutstein, with a farm belonging to the Rannariedl estate and another farm belonging to the Falkenstein estate.

The ancestry of the majority of the Hutsteiner family can now be traced back to the inhabitants of this hamlet, which formerly belonged partly to the parish Wegscheid in Lower Bavaria and partly also to the parish of Pfarrkirchen in Mühlviertel and is now located just across the border in Upper Austria.

Interestingly, the hamlet of Hutstein had two fiefs, the first of which was under the rule of Ranariedl from 1509, the second to the rule of Falkenstein, which was documented from 1537. Both fiefdoms were of the same size, but the first fiefdom was probably not divided as both were subject to different lords. One can therefore assume that two different families sat on these two fiefs, whose descendants later received the surname Hutsteiner, but possibly no direct family relationship existed.

The first written record of the family name Hutsteiner took place in 1543 when Lienhard Huetstainer received permission to build a mill on the Osterbach near Messnerschlag, the next in 1581 in a tax document from Rannariedl with Steffan Hutsteiner.

The Hutsteiner family name was only really established at the beginning of the 17th century. Before that, it appears only very rarely in the existing documents, although many other family names have already been used, so we have to assume that a stroke of luck in history has made the name survive the times.

Another important mention of the family name takes place on September 1st, 1644 as Ferdinand Herberstain, Priester Soc. Jesus u. Rector of the Imperial College of Linz, landlord of the Ottensheim farm, Andreas Huetstainer, Burger u. Zechprobst to parish churches, as a fief bearer of the church there different tithes in Pfarrkircher- u. Sarleinsbeck parish as a fief, it already certifies a certain social advancement of a Hutsteiner.

The descendants of Michael Hutsteiner experience such a rise.

From 1638 a Michael Huetstainer appears in the court files of the Wiesenburg Office in Saxony and from 1641 in the Protestant parish registers of Kirchberg near Zwickau in Saxony, who was certainly there, in Hartmannsdorf near Kirchberg, as there were no further entries in the court books Any Hutsteiners in this area were recorded before 1638.

If you take a closer look at the history of this Hartmannsdorf village, you will notice that around 1633 it was almost extinct due to the plague. A total of 8 families – it is reported – had survived. During this period, Protestants were also expelled from the Habsburg lands, who were taken in by the Elector in Saxony and settled around the Ore Mountains. Unfortunately, it has not yet been possible to establish a direct connection here, especially since the Kirchberg church registers are under lock and key.

But there is a certain probability that Michael Hutsteiner is sometimes called “Huet” or “Huettenstainer” in Saxony, which was the original name of Hutsteiner in the land of the Rannariedl and Falkenstein domains and ethymologically indicates an ancestry from the Bavarian-speaking area. He is also known as Huettenstainer, which may specifically refer to the name of the hamlet Huettenstain (Hutstein) in the Urbar Rannariedl from 1607. In addition, in Upper Austria (e.g. in Freistadt) Protestant priests were practically active as Protestant missionaries in the decades before the expulsion from Saxony.

Looking at the present court documents from Wiesenburg, it is noticeable that Michael Hutsteiner, a shoemaker, made several purchases around 1640, which suggests a certain level of prosperity. This in turn also fits the copies from Freistadt, where apparently many better-off residents left the country first.

The great-grandson of Michael Hutsteiner, who immigrated to Saxony – also Michael – now comes to Dillenburg, Hessen-Nassau, around 1734 on as yet unknown paths. Since he probably has close ties to the military and the court, he must have been sent to Hessen as support by the Elector in Saxony. Saxony was heavily active in Hessen-NAssau at the time, since the Electress came from there and the Elector raised claims in neighboring counties (Berg, Kleve ..).

At around the same time, his uncle Christian was stationed with the Saxon army in Warsaw, where he was promoted to the Saxon travel agent. From 1763, when Saxony gave up royal dignity in Poland, he returned and founded a family from which a well-known artillery colonel, Christian Heinrich Huthsteiner, emerged, who fought first for and then against Napoleon.

Back to Michael Hutsteiner in Dillenburg: he becomes the ancestor of most of the Protestant Huthsteiners still known today – often spelled with ‘th’ since then – in Hessen-Nassau and neighboring areas and almost all Huthsteiner families living in the USA today.

It is important to list other Hutstein families whose ancestry has not yet been clarified: from 1713 this includes a family of Johann Adam Hutstein, whose descendants later obviously converted to the Catholic faith and had descendants in the region around Bad Schwalbach and often shepherds were. Presumably he is a descendant of Carl Hutsteiner from Budweis, son of Vitus Hutsteiner, who appeared around 1670 in Martinsthal, Rheingau. All of the following families appear in the vicinity north of Marthinsthal, which means that a coincidence can almost be ruled out. However, there is no concrete proof of descendants.

In addition, there was at least one family in Geldern around 1634, in the vicinity of the Netherlands, in which Hutstein families can also be found. However, it can be assumed that these families, like the Jewish families of this name, came into being independently of our family.

Further research will perhaps show whether there are any connections to the extended family from the Upper Austrian Mühlviertel.

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